Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen

AWO Rudolstadt für nachhaltige Unternehmensführung geehrt - Urkunde des Thüringer Nachhaltigkeitsabkommens (NAT) für Leistungen zum Schutz der Umwelt und soziales Engagement

 

Im Rahmen der Veranstaltung zum „Thüringer Umwelttag 2016“ am 01.12.2016 in Erfurt  wurde der AWO Rudolstadt das Nachhaltigkeitssiegel des Freistaates Thüringen verliehen. Mit der Teilnahme am Nachhaltigkeitsabkommen (NAT) gehört die AWO Rudolstadt mit mehr als 470 Mitarbeitern und über 200 ehrenamtlich tätigen Personen zu den Thüringer Unternehmen, die neben einer soliden ökonomischen Basis herausragende Leistungen auf den Gebieten Ökologie und Soziales vorweisen können. 

 

Das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) ist eine freiwillige Vereinbarung der Landesregierung mit der Wirtschaft. Zielstellung ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Freistaates unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

 

Mehr Informationen zum Thüringer Nachhaltigkeitsabkommen erhalten Sie hier.

 

Nachhaltiges Unternehmen

Insgesamt gehören zur Arbeiterwohlfahrt Rudolstadt 17 Einrichtungen sowie zahlreiche weitere Dienste und Projekte. Der AWO Rudolstadt e. V. bietet seit mehr als 25 Jahren vielfältige qualifizierte Hilfen, unabhängig von Alter, Lebenslage oder Herkunft, im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt an. Gemeinsam mit der 2003 gegründeten gemeinnützigen GmbH reicht das Dienstleistungsspektrum des Unternehmens dabei von der kindlichen Frühförderung, über Familienhilfe, Beratungsangeboten und Flüchtlingsarbeit bis hin zur Altenpflege und -betreuung.

 

Ein ressourcenschonender Umgang mit vorhandenen Gütern und der damit in Verbindung stehende Umwelt- und Klimaschutz ist für das Unternehmen (gGmbH und Verein) zu einem zentralen Thema geworden. Bei den verschiedenen Baumaßnahmen der vergangenen Jahre stand Energieeffizienz stets im Vordergrund.

Auf dem Dach des Gebäudes Weststraße 11 wurden eine Photovoltaik- und eine Solarthermieanlage errichtet. Die Strahlung wird dabei in Elektro- und Wärmeenergie umgewandelt, was eine Senkung der Betriebskosten und des CO2-Ausstoßes von 9 t/Jahr bedeutet. Beim Neubau von Pavillon 1 und 2 sowie der Turnhalle der Friedrich-Adolf-Richter-Schule liegt der Verbrauch an Heizenergie deutlich unter den laut Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegten maximalen Obergrenzen. Es wurden vorrangig nachwachsende Rohstoffe, wie Holzständerkonstruktionen und Dämmung mit Holzweichfaserplatten verwendet. Weitere Baumaßnahmen, aus denen sich die Verbesserung der Energieeffizienz ableiten lässt, wurden in allen drei Kindergärten der AWO Rudolstadt sowie im Objekt Corrensring 2 durchgeführt.

Weiterbildung und Qualifikation der Mitarbeiter haben einen hohen Stellenwert. Die Qualität der sozialen Dienstleistungen wird stets intern nach Optimierungsmöglichkeiten hinterfragt. Der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird in Form von geeigneten Arbeitsverträgen, angepassten Dienstplänen, Zuschüssen für die Kinderbetreuung sowie einer kostenfreien Kinderbetreuung außerhalb der regulären Öffnungszeiten für Eltern, die u. a. in Schichten arbeiten (Projekt „Kleiner Muck“), Rechnung getragen. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet die AWO Rudolstadt für die Mitarbeiter vielfältige Maßnahmen und Kurse aus dem Bereich der Gesundheitsprävention an. Rückenschule, Yoga- und Aquakurse oder auch Gesundheitstage wurden bislang durchgeführt.

 

Die AWO Rudolstadt ist fest in der Region verankert. Die Organisation und Gestaltung von Veranstaltungen der verschiedenen Generationen ist seit vielen Jahren gelebte Praxis. Finanzielle Unterstützung erhielten das Rudolstädter Altstadtfest, das Kinderhospiz Tambach-Dietharz sowie Projekte in den Wohngebieten.

Verschiedene Baumaßnahmen zur stetigen Erweiterung der AWO Rudolstadt sind in Planung bzw. schon in Angriff genommen. Zu diesen zählen u. a. der Neubau von barrierefreien Wohnungen in der Großen Badergasse Rudolstadt, die Erweiterung der Kindertagesstätte Feste Burg sowie die in Bau befindliche Tagespflege Sitzendorf mit zusätzlichen 12 barrierefreien Wohnungen.

 

Die Gestaltung sozialer Lebenslagen, ein nachhaltiger Umgang mit bestehenden Ressourcen sowie demografische Veränderungen in der Gesellschaft sind dabei allgegenwärtige Herausforderungen, mit denen sich die Einrichtungen auseinandersetzen. Diese nachhaltige Unternehmensführung der AWO Rudolstadt bildet eine entscheidende Grundlage für deren Wettbewerbsfähigkeit.